AK30 Herren II - 3. Spieltag

von Frank Kämmerling

Und wieder einmal schickte der Kapitän Volker Rinschede eine Truppe aufs Geläuf um sich mit den Besten der Besten zu messen.  Naja, was man eben so in der fünften Liga vor findet. Die Vorzeichen standen gut, hatte man doch den Vize Titel aus Gut Berge noch gut im Gedächtnis. Das Wetter spielte mit, so waren es knappe 20 Grad Celsius mit einer leichten Brise, eigentlich top Voraussetzungen um der Liga seinen Stempel aufzudrücken. Der Platz erwies sich jedoch als eine wahre Sau. So konnte man sich, was in der Proberunde schon sichtbar wurde, an jeder Bahn zerlegen. Allein die Grüns sind in Dreibäumen so groß wie bei uns auf der Heimatwiese die gesamte Länge eines Par 3s. Dies bedeute an manchen Bahnen zwei Eisen länger zu wählen wenn die Fahne mal hinten stand. Wahnsinn. Aus meiner Sicht verliefen die ersten neun Löcher sehr durchwachsen, immer wieder drangen die Bälle in die Nähe der Ausgrenze, manche von ihnen leider auch darüber. Wer baut solche Plätze, wo man sich noch nicht einmal entspannt einen Monsterslice leisten kann. Die zweiten neun konnten dann jedoch über den Schrecken der vorherigen hinweg trösten. So erspielte ich mir meine erste unter 90 in diesem Jahr und ging frohlockend ins Clubhaus um meinen Clubbuddies zu ihren Runden zu gratulieren. Doch alles kam anders. El Capitano wurde nie gesehen, manche munkeln, er hätte aber wohl doch mitgespielt. Ein runder Geburtstag war für seine sofortige Abreise verantwortlich, diese hektische Terminplanung war dann wohl auch für seine 98 verantwortlich. Carsten Lukas erspielte sich eine saubere 92 und war ein großartiger Einkauf, den wir in Zukunft wohl des Öfteren bei uns sehen werden. Dann kam Thilo ins Clubhaus. Schwer gezeichnet noch von seinen ersten neun Löchern konnte er ein Debakel auf den zweiten neun noch verhindern und lieferte eine, für seine Verhältnisse unwürdige 97 ab. Dann kam er, die gute Seele aus dem Sekretariat. Christoph Schlösser. Wahnsinn dieser Typ. Eine blitzsaubere 81, in Worten: EINUNDACHTZIG sprengten sein Handicap auf 9,8 herunter. Klar, wenn alle sich mühen irgendwie zu puffern, spielt er sich mal eben runter. Und das auf der Wiese. 81! Alta, 81! Hammer. Er selbst war nicht zufrieden, wird deshalb auch seine Profikarriere für diese Saison an den Nagel hängen um weiter für den reibungslosen Ablauf im Sekretariat zu garantieren. Dann fragen wir eben mal bei Frau Korte nach ob sie uns aushelfen kann. Über 30 wird sie jawohl auch schon sein. 81, mein lieber Scholli. Als letzter kam die Maschine auf die bereits gefüllte Terrasse. Völlig ungewohnt spielte Björn diesmal nicht sein Handicap und machte mit einer 99 den Streicher. Klar, wenn man mit den Gedanken schon bei der Siegerehrung des morgigen Proshop Turnieres ist. Aber es sei ihm gegönnt, denn wer sonst immer so solide abliefert… Unterm Strich konnten wir als Mannschaft dieses Mal vom Score her nicht überzeugen, der fünfte Platz sprang heute lediglich heraus. Immerhin waren wir die Geilsten. Aber das war ja auch nicht so schwer. Auf den Tabellenletzten haben wir weitere vier Schläge gut gemacht und so passte die Stimmung auch nach der Runde und alle waren begeistert sich mit Christoph fotografieren zu lassen und dabei gewesen zu sein an dem Tag, wo die 81 gespielt wurde. Einundachtzig !

Bis zum nächsten mal wenn wir wieder nach den Sternen greifen Marc

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