Trainingscamp der Jugend im Hühnerhof

von Frank Kämmerling

Die Jugendlichen zitterten früh dem Wetter entgegen, ob es diesmal genauso kalt würde wie beim letzten Mal.

Aber trotz einer früheren Jahreszeit hatten wir ausgesprochenes Glück mit dem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir alle unsere 3 Trainingsrunden spielen. In diese Trainingsrunde haben wir wie immer unseren Chickencup eingebunden, der als Zählwettspiel gegen Stableford ausgetragen wird. Wir hatten viele glückliche Gewinner, der Bruttosieger holte sich die begehrte Trophäe mit einer 74 und das trotz eines verlorenen Balls.

Im Hühnerhof geht es ja grundsätzlich nicht nur darum Golf zu spielen, es geht auch darum, dass die Mannschaften als Mannschaften zusammenwachsen. Das heißt, unser Programm war folgendermaßen:

Freitag Anreise, 9 Loch spielen, danach Flammkuchen essen im Clubhaus. Dieser Flammkuchen wird alljährlich von den Jugendlichen mit größtem Lob bedacht.

Am Samstag haben wir dann um 8.30 Uhr unsere Proberunde begonnen. Eine Startzeit 8.30 Uhr heißt, Frühstück muss fertig sein um 7.30 Uhr, danach Zähne putzen und auf die Driving Range. Hier möchte ich anmerken, dass wir kein Kind wecken mussten, alle Kinder waren morgens immer pünktlich und ohne zu murren beim Frühstück.

Nach der Proberunde haben wir dann im Clubhaus eine Kleinigkeit gegessen, sind in unsere Appartements gegangen und haben uns schnell umgezogen um dann die Führung im Städel-Museum in Frankfurt pünktlich beginnen zu können. Nun kann man sich vorstellen, was Kinder sagen, wenn sie ins Museum sollen, höflich wie sie sind haben sie nur ein wenig gemurrt und gefragt, ob sie da wirklich hingehen müssen. Aber unser Organisator Christian Pradel hat wie immer ganze Arbeit geleistet und eine jugendgerechte Führung gebucht.

Jetzt muss sich der geneigte Leser vorstellen, die Kinder haben einen sehr hügeligen Golfplatz 18 Loch gespielt, dann mit den Autos zum Museum, ein Stück vom Parkhaus zum Museum laufen, die Skyline von Frankfurt kann von der Museumstreppe aus wunderschön aus angeschaut werden, und dann hieß es: Ab ins Museum. Jetzt saßen alle müde auf der Treppe und dann kam der Museumsführer. Alle schlenderten zu einem Bild von Ed Reinert, dessen Spezialität es ist, schwarze Bilder zu malen, und selbst der Jugendwart war ein wenig skeptisch, wie man den Jugendlichen dieses Bild nahbringen kann.

Es wurde mit der Frage eröffnet: Was seht ihr? Ein schwarzes Bild. Nach einer mehr als 20minütigen Diskussion, die lebhaft war und voller Beiträgen von den Jugendlichen, wurde uns Betreuern klar, dass die Jugendlichen einen riesen Spaß an der Führung hatten. Ein Bild von William Sassnall regte unsere Vorstellungskraft besonders an. Man glaubt gar nicht, wie viel Fantasie die Kinder und Jugendlichen bei dem Betrachten eines Bildes entwickeln, und wie lange über ein Bild diskutiert werden kann, mit den vielen verschiedenen Ideen, die Jugendliche haben, was diese Szene denn bedeuten könnte. Das letzte Kunstwerk, das wir betrachtet haben hieß Zwischenstunde Null und Neubeginn, dies war eine Installation mit Sand. Die Durchsage, dass das Museum jetzt gleich schließt, hat die Kinder zur Aussage verleitet, dass es nun schade sei, aber sie sich auch auf den anschließenden Burger im mittlerweile traditionellen Chicago Meatpacker freuen.

Gesagt, getan. Auf der Mainbrücke dann haben wir noch ein tolles Mannschaftsfoto gemacht mit der Skyline von Frankfurt im Rücken. Nach einem kurzen Fußmarsch von 5 Minuten kamen wir dann im Chicago Meatpackers an um dort einen Burger nebst Limonade zu verzehren.

Nach dem Essen sind wir dann durch die Hochhausschluchten von Frankfurt spaziert, und anschließend zurück zum Auto über die Mainpromenade. Als wir im Hühnerhof gegen 21:15 Uhr abends ankamen, fielen alle Kinder und auch die Betreuer todmüde ins Bett, denn am nächsten Morgen am Sonntag war um 8.30 Uhr Abschlag zum Chicken Cup. Chicken Cup- was heißt das? Wie schon erwähnt ein Zählwettspiel gegen Stableford. Nach einer toll gefighteten Runde von allen Mitspielern trafen wir uns dann zum gemeinsamen Mittagessen im schönen Clubhaus des Golfclubs Hühnerhof um dann noch eine Mahlzeit zu uns zu nehmen und anschließend die Siegerehrung vorzunehmen. Glücklich und zufrieden und nebenbei gesagt auch todmüde sind dann die Betreuer mit den Spielern nach Hause gefahren.

Bedanken möchten sich die Jugend und auch der Jugendwart bei Herrn Christian Pradel, der das ganze Wochenende in hervorragendem Maße organisiert hat. Wir freuen uns schon auf Hühnerhof 2018 und auf die kommende Saison.

Unser Ziel, den Zusammenhalt in den Mannschaften unter den Jugendlichen zu stärken haben wir hier klar erreicht.

Der Jugendwart

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